Reise mit der Rohrpost

Der Hyperloop könnte den Schienenverkehr revolutionieren. Was früher bei eiligen Postsendungen möglich war, soll in Zukunft mit Menschen und Gütern realisiert werden – und das nahezu in Schallgeschwindigkeit: Mit rund 1.200 Stundenkilometern könnten Kapseln durch Röhren mit Unterdruck sausen. Der bisher erfolgreichste Prototyp wurde mit Carbonfasermaterialien der SGL Carbon entwickelt.

Zugfahren im Schalltempo: Der Hyperloop, ein Konzept des Tesla-Gründers Elon Musk, basiert auf dem Prinzip der Rohrpost. Hochgeschwindigkeitszüge werden mit extremer Geschwindigkeit durch eine Röhre mit Teilvakuum befördert. Die Idee ist längst kein Science-Fiction mehr. Studierende der Technischen Universität München (TUM) ließen ihr Versuchsmodell des sogenannten Pods, also des Prototypen der möglichen späteren Kabinenkapsel, nun immerhin schon mit 467 Stundenkilometern durch die Teströhre auf dem Gelände von Musks Raumfahrtunternehmen

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Der Hyperloop-Pod ist ein Nachwuchsprojekt von internationaler Tragweite im Bereich zukunftsorientierter Mobilität, aus dem noch viel werden kann.

Dennis Baumann, Leiter des Marktsegments Industrial Applications und zuständig für das Marketing des Geschäftsbereichs Composites - Fibers & Materials der SGL Carbon

Für den Prototypen verwendeten sie Carbonfasern der SGL Carbon. Das Unternehmen stellte den Studierenden der wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für Raketentechnik und Raumfahrt (WARR) der TUM für deren Vorhaben bereits vor Jahren nicht nur Carbonfasermaterialien, sondern auch Know-how, Ressourcen und Anlagen zur Verfügung.

Mit seinem Geschwindigkeitsrekord hat das WARR-Team bereits zum dritten Mal in Folge die von Elon Musk ins Leben gerufene „Hyperloop Pod Competition“ gewonnen, an der sich 30 studentische Arbeitsgruppen aus aller Welt beteiligen. Während es beim ersten Wettbewerb um ein funktionierendes Gesamtkonzept eines Hyperloop-Pods ging, lag das Hauptaugenmerk des zweiten Entscheids auf der erreichten Geschwindigkeit. Damals erzielten die Münchener mit 324 Stundenkilometern den Sieg.

Zahlen und Fakten

Geschwindigkeit des Hyperloop Prototyp-Pods
467
467
Kilometer pro Stunde
Potenzielle Fahrzeit von München nach Berlin
35
35
Minuten
Kapazität in der Hyperloop-Reisekabine
28
28
Personen

Im dritten Wettbewerb ging es wiederum um die Maximalgeschwindigkeit, allerdings waren nur Pods zugelassen, die über einen eigenen Antrieb verfügen. Nur drei Teams schafften es ins Finale, darunter die TUM. Zwar liegt auch das Ergebnis von 467 Stundenkilometern noch ein gutes Stück von der Schallgeschwindigkeit (1.234,8 Stundenkilometer) entfernt. Der Hyperloop macht sich das im 19. Jahrhundert entwickelte Prinzip der Rohrpost zunutze: Wegen des Vakuums im Inneren der Röhre braucht es kaum noch Energie, wenn der Zug einmal beschleunigt ist. Falls dieses innovative Transportmittel wirtschaftlich tragfähig realisiert werden kann, wäre es schneller und umweltfreundlicher als das Flugzeug und zugleich kostengünstiger als die Bahn.

Dennis Baumann, Leiter des Marktsegments Industrial Applications und zuständig für das Marketing des Geschäftsbereichs Composites – Fibers & Materials (CFM) bei SGL Carbon, beobachtet die Entwicklung des Hyperloops mit Spannung. „Wir freuen uns, die Studierenden mit unserer Expertise und unserem Material zu unterstützen. Ähnlich wie bei unseren Projekten mit Kunden stehen auch bei der Teamarbeit mit der Uni der partnerschaftliche Austausch und die Entwicklung ganzheitlicher Lösungen im Vordergrund.“, sagt er. Mit der TUM verbindet die SGL auch über das Hyperloop-Projekt hinaus eine enge Zusammenarbeit. So unterstützt das Unternehmen seit über acht Jahren den Stiftungslehrstuhl Carbon Composites, der sich der ganzheitlichen Betrachtung und Weiterentwicklung von faserverstärkten Verbundwerkstoffen und deren Anwendungen widmet.

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Dennis Baumann
Leiter Marktsegment Industrial Applications undMarketing CFM bei SGL Carbon
Telefon: +49 8271 83-2698
E-Mail: dennis.baumann@sglcarbon.com

Christoph Loy
Berechnungsingenieur im Lightweight and Application Center der SGL Carbon
Telefon: +49 8271 83-2257
E-Mail: christoph.loy@sglcarbon.com