SGL Carbon und die renommierte Universität Linköping haben ein hochmodernes Beschichtungslabor mit Pilotreaktortechnologie für die Entwicklung fortschrittlicher Beschichtungen wie Tantalcarbid (TaC) eingeweiht. Damit erweitert SGL Carbon seine Aktivitäten im Bereich Beschichtungen. Die Einweihung auf dem Universitätscampus in Schweden ist ein wichtiger Meilenstein in der Zusammenarbeit der beiden Partner im Rahmen des von der EU finanzierten Projekts „IPCEI on Microelectronics and Communication Technologies”. Als Zeichen für den schnellen Fortschritt des Projekts von der Forschung bis zur Anwendung stehen den Kunden nun die ersten Qualifizierungs- und Testteile zur Verfügung.
Basierend auf jahrelanger umfangreicher Forschung und Entwicklung bietet die im Rahmen dieser Partnerschaft entwickelte TaC-Beschichtung deutlich verbesserte Präzision und Beschichtungseigenschaften gegenüber bisherigen Lösungen. Mit dieser Innovation erweitert SGL Carbon sein umfassendes Beschichtungsportfolio und festigt seine Position als Technologieführer in diesem hochspezialisierten Markt. Die TaC-Beschichtung ermöglicht es insbesondere Kunden aus der Halbleiterindustrie, die Zuverlässigkeit und Haltbarkeit von Komponenten für anspruchsvolle Anwendungen wie die Siliziumkarbid (SiC)-Epitaxie und das SiC-Physical Vapor Transport (PVT)-Wachstum zu verbessern.
Die Partnerschaft verbindet die umfassende industrielle Erfahrung von SGL Carbon mit der wissenschaftlichen Exzellenz und der Forschungsinfrastruktur der Universität Linköping im Bereich der chemischen Gasphasenabscheidung (CVD). An der Einweihungsfeier nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Universität sowie Führungskräfte und technische Experten von SGL Carbon teil.
Andreas Klein, CEO von SGL Carbon: „Die Einweihung dieses Labors ist ein entscheidender Moment. Durch diese Zusammenarbeit können wir Innovationen beschleunigen und wissenschaftliche Fortschritte direkt in Kundennutzen umsetzen. Mit unserer neuen TaC-Beschichtung setzen wir neue Maßstäbe in der Beschichtungsindustrie und eröffnen unseren Kunden neue Möglichkeiten.“
„Diese Zusammenarbeit verbindet angewandte Forschung mit industrieller Exzellenz auf höchstem Niveau“, betont Matts Karlsson, Vizerektor für Forschung und Entwicklung an der Universität Linköping. „In diesem Labor haben unsere Forscherinnen und Forscher die einzigartige Möglichkeit, an der Spitze der Materialwissenschaft zu arbeiten und die Technologien von morgen mitzugestalten.“
Das Projekt ist Teil eines „wichtigen Vorhabens von gemeinsamem europäischem Interesse“ (IPCEI) und wird finanziell von der Europäischen Union, Deutschland und dem Land Nordrhein-Westfalen unterstützt. Ziel des Projekts ist es, die technologische Führungsrolle Europas in den Bereichen Mikroelektronik und Kommunikationstechnologien zu festigen.


